Über mich
"Improvisation beginnt erst dann, wenn ich im Moment in Kontakt mit meiner Umwelt bin und Dinge tue die dieser Moment erfordert. Alles andere ist Narzissmus " Roland Trescher
Johannes Schön
Schauspieler
Ich bin auf der Bühne groß geworden.
Im übertragenen Sinne.
1992 stehe ich zum ersten Mal mit einem Impro-Ensemble auf der Bühne in München. Kein Skript. Kein Netz. Nur der Moment – und die Frage: Was passiert, wenn ich mich wirklich einlasse? Diese Frage hat mich nie mehr losgelassen.
In den darauffolgenden Jahren konnte ich erleben wie ich in der Theaterarbeit zu der Person werden konnte die ich war - ich hatte einen Spielraum gefunden in dem ich mich erleben, ausprobieren und auch mal scheitern durfte. Ich entdeckte Kompetenzen und Fähigkeiten, die mir oft nicht bewusst waren. Ich erlebte wirkungsvoll im Team, kreativ, offen und immer bereit für Veränderungen.
Was mich antreibt
Ich glaube, dass die meisten Menschen mehr können, als sie sich zutrauen. Und ich glaube, dass die meisten Organisationen lebendiger sein könnten, als sie es sind.
Zwischen diesen beiden Überzeugungen lebe und arbeite ich.
Seit mehr als 30 Jahren erforsche ich, was passiert, wenn Menschen – auf der Bühne oder im Konferenzraum, in der NGO oder im Unternehmen – wirklich präsent sind. Wenn sie aufhören, eine Rolle zu spielen, und anfangen, sie zu bewohnen.
Das nenne ich Resonanz. Nicht als Metapher. Als Praxis.
Mein Weg
Ich habe Theaterwissenschaft, Pädagogik und Psychologie studiert – an der LMU München und der Universität Amsterdam. Nicht weil ich Akademiker werden wollte. Sondern weil mich Menschen faszinieren: wie sie denken, wie sie fühlen, wie sie handeln, wie sie sich verändern – und warum sie es oft nicht tun.
Meine eigentliche Ausbildung fand anderswo statt: In mehr als 2.000 Vorstellungen im deutschsprachigen Raum und international. In der Begegnung mit Keith Johnstone, Del Close, Randy Dixon, Ruth Zaporah und mit vielen anderen, die Improvisation als Lebensform verstehen.
1992 gehörte ich zu den Mitgründern des Münchner fastfood theaters – einem der ersten professionellen Impro-Ensembles Deutschlands. 2002 gründete ich isar148, meine eigene Improtheatergruppe, zusammen mit Birgit Linner.
Parallel dazu habe ich mich weitergebildet: als Trainer, als Coach, als NLP Master, als Coach und Berater Positive Psychologie, als Mimikresonanz Professional und Heilpraktiker Psychotherapie.
Seit 2004 bin ich Mitglied im Applied Improvisation Network (AIN) – dem internationalen Netzwerk von Menschen, die Improvisation aus dem Theater in die Welt tragen.
Was ich heute tue
Ich arbeite an der Schnittstelle von Bühne, Coaching und Organisationsentwicklung.
Mit Teams und Führungskräften, die etwas bewegen wollen – in Unternehmen, Hochschulen, sozialen Organisationen und NGOs.
Meine Themen sind:
Resonanz – die Fähigkeit, wirklich in Kontakt zu sein: mit sich selbst, mit anderen, mit der Aufgabe.
Ambiguitätstoleranz – das Vermögen, Unsicherheit nicht zu verdrängen, sondern produktiv zu nutzen.
Purpose Leadership – führen aus einem lebendigen Sinn heraus, nicht aus dem Drehbuch.
Persönlichkeitsentwicklung – nicht als Selbstoptimierung, sondern als Entfaltung dessen, was bereits da ist.
Ich arbeite mit Applied Improvisation – nicht weil es eine Methode ist, sondern weil es eine Haltung ist. Eine Haltung, die sagt: Ja, und...
Ich arbeite mit Positiver Psychologie – nicht weil es esoterisch ist, sondern die Wissenschaft von gelingendem Leben und Arbeiten.
Für mich steht immer wieder die Frage im Zentrum - Wie kann ich Menschen dabei unterstützen zu der Person zu werden die sie sind? Wie können wir Unternehmen oder Organisationen so gestalten, dass Menschen zufrieden sein könnnen und aufblühen?
Wie schaffen wir ein gesellschaftliches Klima dass Menschen wieder zueinander bringt anstatt sie zu spalten? NGO's und demokratiefördernde Institutionen sind gerade besonderen Angriffen ausgesetzt. Ich möchte mit meiner Arbeit einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass Menschen wieder zuversichtlicher in die Zukunft blicken können.
Was mich inspiriert
Viktor Frankl hat gezeigt, dass Sinn auch unter extremen Bedingungen möglich ist. Carl Rogers hat gezeigt, dass echte Begegnung heilt.
Hartmut Rosa hat gezeigt, dass Resonanz kein Luxus ist, sondern eine Grundbedingung für ein gelingendes Leben – und eine gelingende Organisation. Martin Seligman hat gezeigt, dass Glück und Zufriedenheit oftmals näher liegt als gedacht. Viola Spolin hat gezeigt, dass Spielen kein Kinderkram ist. Sondern der direkteste Weg zur Wahrheit.
Diese Menschen haben meine Arbeit geprägt. Zusammen mit allem, was ich auf der Bühne gelernt habe: dass der Moment der einzige Ort ist, an dem etwas wirklich passiert.
Kurz und bündig
- Schauspieler, Trainer, Coach, Speaker
- Über 30 Jahre Bühnen- und Trainingserfahrung
- Mehr als 2.000 Vorstellungen im deutschsprachigen Raum und international
- Mitglied im Applied Improvisation Network (AIN) seit 2004
- Studium der Theaterwissenschaft, Pädagogik und Psychologie (LMU München, Universität Amsterdam)
- Ausbildungen als Coach, NLP Master, Berater & Coach Positive Psychologie, Mimikresonanz Professional, Heilpraktiker Psychotherapie
- Träger des Giesinger Kulturpreises (2008) und Münchner Föhn (2010)
- Lebt und arbeitet in Berlin
Lassen Sie uns sprechen.
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